Tauchen
Millionen von Lachse können sich nicht irren: diese Wasser muss man mal erlebt haben und zwar in vollendeter tiefer Stille! Die Tauchgründe der Sunshine Coast sind eine Welt für sich, die zu jeder Jahreszeit neue Freunde findet. Zu den wohl bekanntesten Freunden zählten Jacques Cousteau und seine Mitarbeiter sowie die stets aufs Unbekannte erpichten Mitarbeiter des "National Geographic" Magazins. Auch die weniger professionelle Variante ist sehr verlockend und eröffnet jedem 'schwimmfähigen' Interessenten die Faszination der gelebten Weichzeichnung unter Wasser. Handteller große Austern, Krabben, Seesterne, bunte Quallen und Seeanemonen sind nur ein kleiner Teil der hastlosen Lebensgemeinschaften kühler Tiefen. Fangen Sie klein an, in Ufernähe, entlang der unzähligen Buchten. Üben Sie sich in der Unterwasser-Fotografie - Sie werden es bei weiteren Tauchgängen zu schätzen wissen. Frieren? Weit gefehlt! Ihr dunkler Anzug sitzt wärmend perfekt und macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis, aus dem Wasser auf die schneebedeckten Berge zu schauen, die Sie tags zuvor mit den Schneeschuhen erkundeten. Spätestens jetzt wünschen Sie sich eine Kamera in der Hand!
Auch für jene, deren zweite Haut bereits aus Neopren besteht, bietet die Sunshine Coast Herausforderungen. Durch die Skookumchuk-Rapids ("starke Wasser") zwängen sich mit bis zu 16 Knoten Strömung bei Tidenhub/-scheitel die gewaltigen Wassermassen des Sechelt-Inlets. Während ruhiger Phasen erlauben sie jedoch erfahrenen Tauchgängern den Eintritt in ein einzigartiges Ökosystem. Nur an wenigen Tagen im Jahr gestatten es die Tiden in eine Unterwasserkraterlandschaft (The Glory Hole) abzutauchen: Farbsymphonien aus neon-grünen und roten Anemonen, satt-gelben Schwämmen und tiefpurpurnen Seesternen. Nichts für unerfahrene 'Greenhorns', denen es aber offen steht, es hier fachgerecht zu erlernen. Bei den Küstenwand-Tauchgängen im Agamemnon Kanal (Egmont) und Eagles Perch Dive im Sechelt Inlet können Sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und regionale Spezialitäten für das Abendessen fangen. Vielleicht findet sich sogar eine Perle in der Auster?
Der frische Fang kann dann beim Strandpicknick oder abends nach der Heimfahrt genüsslich bei einem Glas Wein aus dem kanadischen Okanagan-Tal verzehrt werden. Für jene, die das Abenteuer lieben, darf das Wracktauchen nicht fehlen. Im Jahre 1992 ließ die 'Artificial Reef Society von BC' den ausgedienten Zerstörer HMCS Chaudière in die Tiefen des Sechelt Inlets gleiten. Zwischen 17 und 43 Metern Tiefe liegen 111 Meter pure Tauchlust - eine neue Heimat vielfältigster Lebewesen. Unweit und per Wasserflugzeug oder Boot schnell zu erreichen liegt auf der anderen Seite der Geogia-Strait vor Nanaimo das Wrack der HMCS Saskatchewan - ein 111 Meter langer Zerstörer aus dem 2. Weltkrieg. Er wurde im Juni 1997 auf etwa 40 Meter Tiefe als künstliches Riff abgesenkt. Die noch recht gut erkennbaren Details - bis hin zu Kritzeleien der Mannschaft an der Wand - sind noch nicht vom Zahn der Zeit zerstört. Die dunklen Umrisse und das geheimnisvolle Innenleben des Wracks lassen der Phantasie freien Lauf - und geben den Gruselgeschichten am Abend den nötigen Pfiff.

